Tiger orange kurz

Yamaha-Strae

tiger mit Schatten

Das Yamaha-Allround-Bike war schon immer die XJ900. Die letzte Version nannte sich Diversion, kam 1994 auf den Markt und war 10 Jahre lang als Neufahrzeug im Angebot. Der Vierzylinder leistete unauffällige 90 PS, zog schön über den gesamten Drehzahlbereich und hatte den bei Tourenfahrern geliebten Kardanantrieb. Mit 276 kg war die XJ900S kein Leichtgewicht. Zahlreiche Gespannbauer adaptierten das dritte Rad an diesen Typ und auch der SWING-Anbau funktioniert recht gut.

Ein kleiner Schritt zu den Vorfahren der Diversion, denn die XJ 900 gab es schon lange vorher. 1983 kam der “Opa” in die Schaufenster, damals mit 97 Pferden, aus denen wurden 1985 sogar 98, bevor 1991 im Zuge der “Weiterentwicklung” 92 übrig blieben. Was die XJ von Anfang an hatte war der Kardanantrieb und der stabile, grundsolide Aufbau.

    Für den Oldie gibt es gebrauchte Ersatzteile in großer Menge, schon deswegen hatten wir kein Problem damit den  “XJ-Opa-SWING” auf die Straße zu stellen.

XJ-vr

Kurz nach der Diversion erschien auch die XJR 1200, ein Naked Bike, manche nennen so etwas Big Bike.Aufbau nach alter Schule mit stabilem Stahlrahmen, durchzugsstarker Motor, gute Voraussetzungen um etwas mehr Masse zu ziehen

Darf es ein wieder mal mehr sein? 1999 wurde die 1200er durch die XJR 1300 ersetzt, 98 PS bzw. “offen” 106 PS, wobei die ungedrosselte Version in erster Linie Vorteile durch einen homogeneren Drehmomentverlauf zeigte. Problem für den Schwenkerbetrieb ist die nicht sehr große Bodenfreiheit, es funktioniert zwar, aber es gibt bessere Alternativen.

150 Pferde im Schwenker? Nun ja, besser als zu wenig, man kann ja weniger Gas geben.

2006 ersetzte die FZ1 die FZS1000 in den Yamaha-Verkaufsstellen. Überarbeiteter Motor mit Einspritzanlage, ein Aludruckgussrahmen mit dem Motor als tragendes Element, UpsideDown-Gabel und ABS. In tiefster Seele ein Sportler, man sieht es nur nicht auf den ersten Blick. Bei 204 kg Trockengewicht solo bzw. rund 280 kg vollgetankt mit Schwenker muss man den nächsten Überholvogang nicht übermäßig lange abschätzen. 

© Ralph Kalich 2016